Clusterinitiative Bodensee

 

Die Clusterinitiative Bodensee (CLIB) entstand im Jahre 2000 auf Initiative von Landrat Frank Hämmerle (Landkreis Konstanz). Ausgangspunkt war die Idee, zur Stärkung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Vierländerregion Bodensee ein grenzüberschreitendes Standortmarketing zu starten und dazu eine regionale Marketinggesellschaft aufzubauen. Diese Gesellschaft, die Bodensee Standort Marketing GmbH, wurde im Dezember 2000 gegründet.
 
Marketing braucht aber ein Produkt und Zielgruppen. Ohne diese beiden Elemente kann es keine erfolgversprechende Vermarktungsstrategie geben. Dies gilt auch und gerade für regionales Standortmarketing. Dessen „Produkt“ ist der Wirtschaftsstandort, doch ist diese Bestimmung zu abstrakt, um daraus Aussagen und Botschaften abzuleiten, die kommuniziert werden können. Es ist daher notwendig, das Produkt genauer zu definieren, seine Besonderheiten und seine Attraktivität für bestimmte Zielgruppen herauszuarbeiten.
 
Für diese Analyse konstituierte sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Gerd Springe, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der ALUSUISSE in Singen. Weitere Mitglieder waren Vertreter der regionalen Wirtschaft, der Kammern, der Kommunen sowie die Wirtschaftsförderer aus dem Landkreis Konstanz.
 
Bei ihren Untersuchungen orientierte sich die Arbeitsgruppe konzeptionell am Clusteransatz. Bei einem Wirtschaftscluster handelt es sich um die regionale Konzentration von Unternehmen, die unterschiedliche Funktionen in einer Wertschöpfungskette abdecken (horizontale und vertikale Vernetzung). Dazu gehört nicht nur der Kernbereich der Produktion, sondern zu diesen Funktionen zählen auch vor-, nach- und nebengelagerte Bereiche wie Zulieferung, Marketing, Logistik und andere Dienstleistungen, aber auch Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung und das clusterspezifisch strukturierte Arbeitskräfteangebot.

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Allerdings sind Cluster im regionalökonomischen Verständnis mehr als das bloße Nebeneinander der genannten Funktionen. Von Clustern sollte nur gesprochen werden, wenn tatsächlich aktive Netzwerke zwischen den Akteuren bestehen und es zu direkten Interaktionen, zum Austausch und zur Kooperation kommt. Wenn es eine solche vertikale und horizontale Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette gibt, dann – so die aus empirischen Studien abgeleitete Annahme – entstehen spezifische regionale Stärken, die in Innovationskraft, erfolgreicher Innovationstätigkeit und wirtschaftlicher Dynamik zum Ausdruck kommen. Ein starker Cluster prägt eine Region und verleiht ihr zugleich ein spezifisches Kompetenzprofil.
 
Zeigt sich nun in der Analyse, dass es zwar die regionale Konzentration von Unternehmen und Institutionen zu einem technologischen Kern gibt, aber keine aktive Vernetzung, dann stellt sich für die Regionalentwicklung die Aufgabe, die Netzwerkbildung zu fördern, damit sich das Clusterpotential entfalten kann.
 
Auf der Basis dieses Ansatzes wurde die Wirtschaftsstruktur zunächst im regionalen Wirkungsbereich der Bodensee Standort Marketing GmbH untersucht. Darauf aufbauend wurden in einem zweiten Schritt die 10 erfolgversprechendsten Cluster identifiziert und entsprechende Entwicklungskonzepte erarbeitet. In der Grafik sind die Cluster entsprechend ihrer Bewertung dargestellt. In einem dritten Schritt tauschen sich die Clustermanager der Clusterinitiativen der CLIB untereinander aus.
 
Für fünf dieser Cluster in der Vierländerregion Bodensee gibt es derzeit Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen der Stärkung und Weiterentwicklung des jeweiligen Schwerpunkts beschäftigen und konkrete Maßnahmen erarbeiten.

 
Im Einzelnen handelt es sich um folgende Cluster:

 

Interessierte können sich an die Geschäftsstelle der Clusterinitiative Bodensee wenden:

 

Bodensee Standort Marketing GmbH
Projektleiter Clusterentwicklung, Cluster Forst & Holz:
Jochen Goedecke
Telefon: +49 (0)7531 800 1451
FAX: +49 (0)7531 800 1146
E-Mail: jochen.goedecke@b-sm.com



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